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Peer Review Verfahren

Das Peer Review Verfahren dient der Prüfung versicherungsmedizinischer Gutachten nach klaren und einheitlichen Kriterien. Grundlage dafür ist ein strukturierter Prüffragenkatalog und die Beurteilung durch erfahrene Peers mit umfassenden Kenntnissen der Invalidenversicherung.

Die Entwicklung des Peer Review Verfahrens (PRV) erfolgte in Anlehnung an das Peer Review Verfahren der Deutschen Rentenversicherung. Ab 2019 wurden in einer breit abgestützten Arbeitsgruppe im Auftrag des Eidgenössischen Bundesamts für Sozialversicherungen zentrale Qualitätsthemen erarbeitet.

Beteiligt waren Vertretungen von Versicherten, Gutachterstellen, Gutachterinnen und Gutachtern, Fachgesellschaften sowie der Invalidenversicherung und Privatversicherungen. Von den 18 Themen aus dem deutschen Verfahren wurden 16 übernommen und Qualitätskriterien entwickelt. Diese Qualitätskriterien wurden in der Folge von der EKQMB überarbeitet, in einer Pilotstudie validiert und 2024 im Manual zum Peer Review Verfahren sowie in einem Prüffragenkatalog veröffentlicht. Die Erfassung der Ergebnisqualität von Gutachten erfolgt anhand dieser Qualitätskriterien. Grundlage dafür sind definierte Prüffragen, die für jedes Kriterium festgelegt sind. Die Beurteilung erfolgt nach einer klar beschriebenen Bewertungsmatrix durch sogenannte Peers. Dabei handelt es sich um erfahrene Versicherungsmedizinerinnen und Versicherungsmediziner mit umfassenden Kenntnissen der Invalidenversicherung.